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E-Rechnung

E-Rechnung in Europa 2026: XRechnung, ZUGFeRD & Co.

XRechnung, ZUGFeRD, FatturaPA, Factur-X und QR-Rechnung im Vergleich. B2B-Pflichten je Land — und wie native Software teure Plugins erspart.

Von Blina Desk · · 5 Min. Lesezeit
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Wer als Unternehmen in mehreren europäischen Ländern fakturiert, kommt 2026 mit „PDF per Mail” nicht mehr durch. Jeder Staat hat sein eigenes Format, seinen eigenen Übertragungsweg und seinen eigenen Zeitplan für die B2B-Pflicht. Dieser Beitrag ordnet die fünf Systeme, denen Sie am häufigsten begegnen — XRechnung und ZUGFeRD (DE/AT), FatturaPA/SDI (IT), Factur-X (FR) und QR-Rechnung (CH) — erklärt, wer wozu verpflichtet ist, und warum eine Software mit nativer Unterstützung Ihnen die üblichen kostenpflichtigen Plugins spart.

Warum die Formate so unterschiedlich sind

Alle diese Standards stammen aus derselben europäischen Norm (der EN 16931, dem gemeinsamen semantischen Modell der elektronischen Rechnung). Doch jedes Land hat sie in seine eigene Steuer-Infrastruktur gegossen. Der Inhalt ist also ähnlich — unterschiedlich sind drei Dinge:

  • Die Syntax (UBL, CII oder ein eigenes XML-Format).
  • Der Übertragungsweg (eine staatliche Plattform, der direkte Austausch oder ein Netzwerk wie Peppol).
  • Der Zeitplan der Pflichten (wer ab wann ausstellen muss).

Wer diese drei Dimensionen versteht, hat den Überblick.

Die fünf Systeme im Vergleich

LandFormatÜbertragungTyp
Deutschland / ÖsterreichXRechnungPeppol / BehördenportaleXML (CII oder UBL)
Deutschland / ÖsterreichZUGFeRDE-Mail / direkter AustauschPDF/A-3 + XML (hybrid)
ItalienFatturaPA (XML)SDI (Sistema di Interscambio)reines XML
FrankreichFactur-XPDP / PeppolPDF/A-3 + XML (hybrid)
SchweizQR-RechnungPDF / PapierPDF mit Zahlungs-QR

Deutschland und Österreich — XRechnung und ZUGFeRD

Das sind zwei verschiedene Dinge, und genau hier entsteht oft Verwirrung:

  • XRechnung ist ein reines XML-Format, entstanden für die Rechnung an die öffentliche Verwaltung und heute Kern der deutschen B2B-Pflicht.
  • ZUGFeRD ist hybrid: ein für das menschliche Auge lesbares PDF/A-3, in dem das strukturierte XML eingebettet ist. Praktisch in der Übergangsphase, weil der Empfänger ohnehin ein normales PDF sieht.

In Deutschland trat die B2B-Reform mit einem Stufenplan in Kraft: zuerst die Pflicht, E-Rechnungen empfangen zu können, dann die Pflicht, sie auch auszustellen — mit Schwellen und Terminen, die von der Unternehmensgröße abhängen.

Italien — FatturaPA und SDI

Italien ist der reifste Fall: Die elektronische B2B-Rechnung ist seit Jahren Pflicht und läuft vollständig über das Sistema di Interscambio (SDI). Es handelt sich um eine reine XML-Datei (kein PDF): Das SDI validiert sie, stellt sie dem Empfänger zu und protokolliert das Ergebnis. Ohne konformes XML keine gültige Rechnung.

Frankreich — Factur-X

Frankreich setzt auf das hybride Format Factur-X (das französische Pendant zu ZUGFeRD: dasselbe Prinzip aus PDF/A-3 + XML) und eine Architektur aus PDP (zugelassenen Dematerialisierungsplattformen) neben dem Peppol-Netz. Auch hier folgt die B2B-Pflicht einem gestuften, an der Unternehmensgröße orientierten Zeitplan.

Schweiz — QR-Rechnung

Ein Sonderfall: Die Schweiz ist nicht in der EU und kennt (noch) keine allgemeine B2B-Pflicht zur strukturierten E-Rechnung. Marktstandard ist die QR-Rechnung — eine Rechnung mit einem Schweizer QR-Code, der alle Zahlungsdaten enthält (IBAN, Betrag, Referenz). Sie löst den Zahlungseinzug, nicht die steuerlich strukturierte Rechnung — wer aber in die Schweiz verkauft, braucht sie.

Wer ist wann verpflichtet?

Die Faustregel für ein KMU:

  • Italien: im B2B über das SDI bereits voll verpflichtet.
  • Deutschland / Österreich: Empfangspflicht bereits für alle aktiv; Ausstellungspflicht in den Folgejahren nach Umsatzgrößen gestaffelt.
  • Frankreich: erst Empfang, dann Ausstellung, mit Terminen je nach Unternehmensgröße.
  • Schweiz: keine allgemeine strukturierte Pflicht, aber die QR-Rechnung ist faktisch der vom Kunden erwartete Standard.

Die genauen Termine ändern sich und werden von den nationalen Finanzbehörden aktualisiert: Prüfen Sie immer die Frist, die für Ihre Umsatzklasse gilt, bevor Sie planen. Dieser Beitrag erklärt den Mechanismus, ersetzt aber weder die amtliche Quelle noch den Rat Ihres Steuerberaters.

Das Problem mit den kostenpflichtigen Plugins

Hier steckt der versteckte Kostenfaktor. Viele „klassische” Programme können zwar Rechnungen schreiben — doch für jedes nationale Format verkaufen sie ein separates Add-on: ein Modul für XRechnung, eines für ZUGFeRD, eines für das SDI, vielleicht noch einen Peppol-Connector. Jedes Add-on ist eine weitere Gebühr, ein Update, das Sie bei jeder Gesetzesänderung nachziehen müssen, und ein zusätzlicher Anbieter.

Für ein Unternehmen, das in Deutschland, Italien und Frankreich fakturiert, bedeutet das drei oder vier überlagerte Plugins, jedes mit eigenem Preis und eigenem Lebenszyklus.

Was native Software anders macht

Die Alternative ist eine Software, die die europäischen Formate als Teil des Produkts behandelt, nicht als Erweiterungen:

  • Ein Datensatz, mehrere Ausgaben: Sie erfassen die Rechnung einmal, das System erzeugt anhand des Empfängerlands das passende Format (XRechnung, ZUGFeRD, FatturaPA-XML, Factur-X).
  • Gesetzes-Updates inklusive: Ändert sich ein Standard, aktualisiert ihn der Software-Anbieter — nicht Sie durch den Kauf einer neuen Plugin-Version.
  • Keine Überraschungsgebühren: Die Konformität steckt im Abo, nicht als Extra im Warenkorb.

In Blina Desk gehört die Fakturierung zu den Branchenmodulen und folgt dem linearen Preismodell: Die Basis kostet 19 € pro Nutzer und Monat (CRM, Suche, OCR und KI inklusive), einzelne Module kosten 29 € pro Monat pro Unternehmen (nicht pro Nutzer), und die „Komplett”-Branchenbündel beginnen bei 69 € für den ersten Nutzer + 19 € pro weiterem Nutzer, inklusive aller Module der Branche. Schon ab zwei Modulen lohnt sich das Bündel gegenüber dem Einzelkauf. Jährlich −20 %, 30 Tage Testphase, keine Einrichtungskosten, Server in der EU und DSGVO-konform.

Kurz gefasst

Die europäischen Formate sind keine bürokratische Laune: Es ist dasselbe Modell (EN 16931), gegossen in fünf verschiedene Infrastrukturen. Für ein KMU zählt nicht „Rechnungen schreiben zu können”, sondern nicht für jede Grenze ein Plugin zu bezahlen. Native Software macht aus fünf Problemen ein einziges Häkchen.

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